Stefan Schedlik von ECON zum Einsatz des HMI Management Tools
Die Unterwasser-Granuliersysteme von ECON sind weltweit in der Kunststoffindustrie gefragt. Der Grund: Das Unternehmen entwickelt energieeffiziente Lösungen mit patentierter Thermoisolationstechnologie, durch die Materialien granuliert werden können, die sonst nicht oder nur schwer verarbeitbar wären. Bei der Antriebslösung setzt ECON auf KEB. Welche Rolle das HMI Management Tool HELIO von KEB und HMI Project dabei spielte, erklärt Stefan Schedlik, Technischer Leiter bei ECON.

Warum haben Sie sich für HELIO zur Visualisierung Ihrer Maschinendaten entschieden?
Schedlik: Wir beliefern Kunden auf der ganzen Welt mit unseren Systemen für Unterwassergranulierung. Dabei gibt es von Land zu Land unterschiedliche Kundenvorgaben, wenn es um die einzusetzenden Steuerungen geht. Setzt ein bestimmter Markt auf die Steuerung von Hersteller A, dann brauche ich auch eine Visualisierung von Hersteller A. Auf einem anderen Markt sieht das dann schon wieder ganz anders aus. Unter diesen Umständen haben wir am Ende vier, fünf verschiedene Visualisierungen, die allesamt gewartet und weiterentwickelt werden müssen. Der Vorteil von HELIO liegt darin, dass ich nur eine einzige Visualisierung benötige, welche mit allen Steuerungen kommunizieren kann. Ich spare somit den Aufwand, unterschiedliche Visualisierungen erstellen zu müssen inklusive der ganzen Betriebsanleitungen und Dokumentationen. Ohne HELIO bräuchte ich zusätzlich interne Programmierer, um die unterschiedlichen HMIs in unterschiedlichen Programmen umzusetzen oder externe Dienstleister. Dieser Mehraufwand kann nun entfallen.
Worauf kommt es Ihnen beim HMI-Design an?
Bei der Visualisierung ist uns Einheitlichkeit wichtig. Man soll erkennen, dass das ein HMI ist, das von ECON gestaltet wurde. Wir haben Niederlassungen in den USA, in China, in Indien. Dort liefern wir einen Standard bis zur Inbetriebnahme aus. Hat der Kunde vor Ort spezielle Wünsche, wird das von unserem Techniker vor Ort angepasst, wodurch weltweit viele unterschiedliche HMI-Designs von uns in Betrieb sind. Durch die Einführung von HELIO haben wir jetzt ein einheitliches Design. Künftig werden Programmierer die Visualisierung nicht mehr im Alleingang gestalten, sondern es gibt ein Konzept, ein Design, das ECON-weit vorgegeben wird. Eine gewisse Flexibilität soll aber bleiben. Wenn ein Programmierer also einen bestimmten Druck oder Drehzahlen ergänzen will, ist das natürlich möglich.
Wie lief die Implementierung von HELIO in Ihren Systemen?
Ein großer Vorteil war, dass KEB die Funktion unserer Maschine schon kannte, weil wir über Frequenzumrichter und Motoren bereits in Verbindung standen. Wir hatten und haben das Gefühl, bei KEB und auch bei HMI Project in guten Händen zu sein und hatten bei der Umsetzung der Visualisierung eine persönliche Betreuung. Durch direkte Ansprechpartner wurden alle Probleme bei der Implementierung sofort gelöst. Unter HELIO kann ich nun die Steuerung andocken, die ich möchte und habe jetzt deutlich weniger Aufwand. Praktisch ist auch die Fernwartungsfunktion über extra VPN-Fernwartungsrouter oder ein Panel. Der Einsatz von HELIO ist auch deshalb so einfach, weil keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt werden. Früher war es so, dass ein Programmierer Texte zur Verfügung stellt, die dann von der technischen Redaktion und einem Übersetzungsbüro bearbeitet wurden. HELIO gibt all das vor, sodass die technische Redaktion die Erstellung des HMI eigenständig übernehmen kann.

